Anbau
Der Anbau von Nutzhanf mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2% ist seit 1996 bestimmten landwirtschaftlichen Betrieben gestattet. Die Anbaustätten werden entsprechend kontrolliert. Wer Cannabis anbaut, ohne diese Bedingungen einzuhalten, begeht eine Straftat und unterliegt damit der Strafverfolgung durch Staatsanwaltschaft und Polizei.
Ein Missbrauch THC-armer Hanfsorten ist nicht zu erwarten, dennoch ist in den letzten Jahren ein neuer Trend festzustellen: der illegale Anbau von Cannabispflanzen nimmt zu. Er ist mittlerweile nicht mehr ausschließlich auf die Niederlande beschränkt. Insbesondere im deutsch-niederländischen Grenzgebiet, aber auch zunehmend in weiteren Landesteilen Nordrhein-Westfalens konnten sogenannte Cannabisplantagen entdeckt werden.
Illegale Aufzuchten wurden sowohl in größeren Gewerbehallen, Scheunen und Gewächshäusern, aber auch in Einfamilienhäusern, Wohnungen und Kellerräumen festgestellt. Der eher seltene Outdoor-Anbau geschieht in der Regel versteckt in Maisfeldern. Die Täter entnehmen einzelne Mais-Pflanzen und ersetzen diese durch Cannabisstecklinge. Diese können dann vom Landwirt unbemerkt heranreifen und noch vor der Maisernte verwertet werden.