Das Programm
Mit dem Programm "Stark statt breit" werden die Maßnahmen des Landes zur Suchtvorbeugung um spezielle Angebote zur Prävention von Cannabiskonsum und -abhängigkeit erweitert. Wesentliche Ziele sind die Verhinderung und/oder Beendigung des Cannabiskonsums insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Präventionsmaßnahmen richten sich daher vor allem an diese Altersgruppe sowie deren Bezugspersonen in Elternhaus, Schule und Beruf, aber auch an Fachkräfte in Jugend- und Suchthilfeeinrichtungen. Sie sind geschlechterdifferenziert auf die jeweiligen Belange der verschiedenen Zielgruppen ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen stets das persönliche Gespräch mit den Betroffenen sowie deren aktive Einbindung in die Ausgestaltung und Umsetzung der Projekte und Maßnahmen.
Das Maßnahmenbündel reicht von der Bereitstellung spezieller Informations- und Aufklärungsmaterialien über Informationsveranstaltungen und Theaterprojekte bis zu Internetgestützten Beratungsangeboten sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte der Sucht- und Jugendhilfe.
Die Koordination auf Landesebene obliegt der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung ginko – Stiftung für Prävention; Ansprechpartner auf der örtlichen Ebene sind die Prophylaxefachkräfte der Sucht- und Drogenberatungsstellen.
Ausschnitte aus: Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann: Mehr Aufmerksamkeit für Cannabis in der Drogen- und Präventionspolitik (Drucksache 14/6849). Vorlage 14/1970 zur 55. und 58. Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen, 12. August 2008.)
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Programmelemente
05.08.2009:
Die Homepage "www.stark-statt-breit.de" ist die zentrale Stelle des gesamten Programms. Auf ihr erhalten Fachkräfte, Eltern und Jugendliche zielgruppenspezifische Informationen und Hilfestellung. Die Homepage informiert über neue Produkte und stellt den Kontakt zwischen Fachkräften, Jugendlichen und deren Familien her.
Die Schwerpunkte des Präventionsprogramms "Stark statt breit" liegen in der Information und der Beratung. Deshalb werden zielgruppenspezifische Informationsprodukte erstellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Datenbank mit Adressen für Hilfsangebote wird auf der Homepage eingerichtet.
Für Multiplikatoren werden Arbeitsmaterialien entwickelt, die sie in unterschiedlichen Settings anwenden können. Ein Cannabis-Parcours, den die Suchtprophylaxefachkräfte über die Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW (ginko Stiftung für Prävention) ausleihen können, unterstützt die interaktive und öffentlichkeitswirksame Arbeit. Im Rahmen der Aktionswochen zur Öffentlichkeitskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" wird in 2008 und 2009 ein Improvisationstheater Aufführungen mit dem Schwerpunktthema "Cannabis" gemeinsam mit Jugendlichen gestalten.
Interessierte Beratungsstellen können Interventionskonzept "Realize it" teilnehmen. Ziel ist es, flächendecken Fachpersonen zu schulen, die speziell für riskant Cannabis konsumierende Jugendliche wirksamen Methoden zu erlernen. Die Cannabisberatung wird durch "Realize it" in Nordrhein-Westfalen nach einheitlichen Qualitätskriterien durchgeführt. Jugendliche können auch über das Internet beraten werden. Die n die Fachstellen in Detmold, Dortmund und Düren am bundesweiten Projekt "Quit the shit" teil.
Um einen möglichst breiten Austausch über Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen zu erreichen, werden die Aktivitäten der Regionen auf der Homepage von "Stark-statt-breit" eingestellt. Die Landeskoordinierungsstelle setzt regelmäßig Impulse, damit die Prävention des Cannabismissbrauchs kontinuierlich in den Regionen weitergeführt werden kann...
SiM